Meine Freeware (Update)

Caschy hat damit angefangen, andere haben weitergemacht, zuletzt hat Basian berichtet. Jetzt möchte ich weitermachen und zeigen, was ich so an Software benutze.

Zunächst mal: der Browser. Bei mir bleibt immer noch Firefox die Nummer eins. Als Developer brauche ich immer noch einige Add-Ons, allen voran Firebug, da können Chromes Entwicklertools nicht mithalten. Ich benutze  zum einen die aktuelle stabile Version (zurzeit 3.6.3). Nebenher habe ich noch den aktuellen Mozilla Developer Preview und den aktuellen Nightly startklar.

Um ab und zu nebenher mal was auszuprobieren habe ich noch Chromium (nicht Chrome) installiert. Benutze ich aber nicht produktiv.

Zum Mailen benutze ich, passend zum Fuchs, Thunderbird. In Kombination mit GMail und IMAP geht der so richtig ab. Zugriff auf alle Labels sowie aufs Archiv. Mails überall Syncron. Und mit dem AddOn MailboxAlert, einem kleinen Bash-Script und NotifyOSD krieg ich live eine Benachrichtigung über neue Mails. Meine Termine liegen bei Google, werden in Thunderbird mittels Lightning eingebunden.

Da ich allerdings viel buzze und es bis vor kurzem noch keinerlei vernünftite Clients gab, bin ich momentan auch oft im Web-Interface.

Zum Chatten benutze ich Pidgin. Ich habe zwei ICQ-Konten, einmal Jabber (GMail) sowie Skype. Der Skype-Client muss dabei zwar im Hintergrund laufen, dafür habe ich eine Oberfläche für alles. Und ja, ich würde auch lieber Jabber statt ICQ benutzen.

Für Torrents nutze ich Transmission. Für mich selbst lade ich eigentlich kaum was, aber da ich eine recht gute Verbindung und etwas ungenutzte Bandbreite habe, seede ich einige Linux-Distributionen. Falls ich die Übertragung zum Surfen mal drossele, dann eigentlich nur den Download, selten den Upload.

Als System-Monitor benutze ich Conky. OK, da ist einiges dabei, was nicht notwendig wäre, aber es stört ja nicht weiter ;-)

Hinweis: Das Hintergrundbild ist das des Desktops. Conky ist transparent.

Das Hauptwerkzeug eines Entwicklers: der Texteditor. Ich habe keine besondere IDE¸sondern benutze gedit. Ein paar Plugins, und man hat einen Texteditor mit Syntax-Hightlighting, Auto-Completion, Class-Browser, Dateiübergreifendem Suchen und eingebautem Terminal und Python-Konsole.

Für Screenshots benutze ich Shutter. Ganzer Bildschirm, einzelne Fenster, Maus-Auswahl, mit/ohne Cursor, mit/ohne Fenster-Deko. Bearbeitung direkt im Programm möglich.

Da ich ab und zu auch mal Windows starte, habe ich auch da die ein oder andere Perle. Neben den bereits erwähnten Programmen sticht bei den Screenshots ganz klar PicPick hervor.

Für jede weitere Bearbeitung benutze ich GIMP. Zugegeben: Gewöhnungsbedürftig. Oft auch nur mit einem guten Fenstermanager (Compiz) benutzerbar. Ich würde zu einer Ein-Fenster-Funktion nicht nein sagen. Aber ich werde so oder so auch zu GIMP nicht nein sagen.

Als Programmstarter und eignetlich auch Alles-Könner benutze ich Gnome-Do. (Nicht wundern wegen des Hintergrunds, der wechselt automatisch alle paar Minuten)

Eine Taskleiste habe ich mittlerweile auch nicht mehr, stattdessen benutze ich Docky. Früher ein Teil von Gnome-Do, mittlerweile eigenständig.

Außedem noch das ein oder andere, dass ich nicht regelmäßig oder aktiv nutze:

  • Packer: Gnomes Archiv-Manager (aka file-roller). Integriert sich in Nautilus und kann mit den richtigen Paketen alle Formate.
  • Sandkasten: VirtualBox (OSE = Open-Source-Edition).
  • Verschlüsselung: Die Dateien in meinem Home-Verzeichnis verschlüssele ich mit ecryptfs. Vielleicht setze ich mich irgendwann mal etwas mit TrueCrypt auseinander, um noch das ein oder andere auf externen Datenträgern zu verschlüsseln.
  • Brennprogramm: Brasero. Für meine Anwendungen reicht das voll und ganz aus.
  • PDF-Viewer: Evince. Noch schlanker gehts kaum.
  • Büro-Anwendungen: OpenOffice
  • Musik-Player: Rhythmbox
  • Media-Plaxer: Totem
  • Antivirus/Firewall: Keine Firewall, keine Guard, lediglich ClamAV um verdächtige Dateien mal zu scannen
  • Bildbetracher: Eye of Gnome
  • Sicherungsprogramm: Back In Time
  • FTP-Client: Nautilus oder Filezilla.
  • Fun-Bereich: Ab und zu ‘ne Runde Supertuxkart ;-)
  • Terminal: Das Gnome-Terminal
  • Dateien umbenennen: pyRenamer
  • Screencasts: gtkRecordMyDesktop

Man sieht, ich nutze vor allem Gnomes bzw. Ubuntus Standard-Anwendungen. Die sind für Anfänger leicht zu bedienen, für fortgeschrittene aber gut zu erweitern.

So, dass war eigentlich das wichtigste. Noch was in eigener Sache. Da ich ja kürzlich zum Blogger mutiert bin: Kennt jemand einen einfachen Blog-Writer für Ubuntu/Linux, bevorzugt GTK? Hatte mal BloGTK ausprobiert, hatte aber verschiedene Macken.

4 Kommentare zu “Meine Freeware (Update)”

  1. Didi
    22. Mai 2010 07:52
    1

    Zu Gimp: Die Drei-Fenster-Ansicht möchte ich nicht mehr missen. Die Meinungen gehen aber zu Recht auseinander.
    PDF-Viewer: Doch, es geht zumindest unter Windows schlanker: Sumatra http://blog.kowalczyk.info/software/sumatrapdf/index.html

  2. Felix
    22. Mai 2010 12:06
    2

    Was man nicht bestreiten kann: Die 3-Fenster-Ansicht ist für Anfänger sehr verwirrend. Wenn man sie erst mal verstanden hat, kommt man gut damit klar. Aber ich finde, das die meisten Fenster-Manager nicht dafür ausgelegt sind. Wenn ich möglichst viel vom Bild sehen will, maximiere ich das Fenster, dann sind die Werkzeuge aber weg. Stell ich Werkzeugkasten und Toolbox auf “Immer im Vordergrund”, sehe ich Teile des Bilds nicht mehr. Unter Linux brauch ich deswegen Compiz mit der Maximumize-Funktion (Fenster auf größten freien Bereich vergrößern), unter Windows mittels AltDrag, da habe ich wenigstens eine gut funktionierende Snap-Funktion.
    Ähnlich ist es AFAIK bei Paint.Net: Wird das Bild stark gezoomt, verdecken die Werkzeuge das Teile des Bildes. Deswegen sollte das ganze so gebaut werden, dass Dialoge an den Fensterseiten angedockt werden können, und das Bild sollte bei “Bild an Fenster anpassen” sich nur bis zu den Dialogen vergrößern. Obwohl ich auch mit dem Fenster-Prinzip leben kann, solange ich die erwähnten Programme habe.
    Einige Gnome-Projekte gibt es mittlerweile auch für Windows, darunter gedit, Evince und Tomboy. Aber die Integration ist nicht perfekt, die sind alle für Linux ausgelegt. Tomboy benutze ich, das läuft am besten. Aber als PDF-Viewer benutze ich unter Windows ebenfalls Sumatra. Und meiner Meinung nach liegen Evince unter Linux und Sumatra unter Windows auf dem gleichen Level.

  3. Didi
    22. Mai 2010 12:14
    3

    Ich hatte mal versuchsweise von “Evince” den Windows-Installer-Download gestartet. Der umfasst rund 30 MB. Deshalb mein Hinweis, Sumatra sei schlanker.

  4. Felix
    22. Mai 2010 12:38
    4

    Mit schlanker meinte ich vor allem Startzeit und Programmoberfläche. Und die sind bei beiden ziemlich ausgeglichen.
    Der recht große Download könnte eventuell daran liegen, dass unter Windows noch einiges an GTK-Bibliotheken installiert werden muss, die unter einer Gnome-Umgebung sowie installiert sind.