Archiv für Juni 2010

Firefox 3.6.6 erschienen + x64-Version für Linux

Sonntag, 27. Juni 2010

Heute ist Firefox 3.6.6 erschienen. Die 3.6.5 wurde übersprungen, da sie eigentlich eine Übergangsversion zu  Version 4 sein sollte, jetzt sollen Verwechslungen vermieden werden.

Den Release Notes ist zu entnehmen, dass im Vergleich zu 3.6.4 nur ein einziger Bug gefixed wurde. Die Zeit, bis ein nicht reagierendes Plugin beendet wird, wurde erhöht, da wohl einige Benutzer mit zu schnell abstürzendem Flash hatten.

Caschy hat mal wieder die portable Version für Windows gebastelt, ich die x64-Version für Linux.

Thunderbird 3.1 released + x64-Version für Linux

Donnerstag, 24. Juni 2010

Das ging aber schnell. Vor knapp einer Woche wurde noch 3.0.5 veröffentlicht, und jetzt ist schon 3.1 draußen. Mittlerweile wurden auch die Seiten auf Mozilla Messaging angepasst, die Release Notes sind auch schon online. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Die Suche soll wesentlich schneller sein und bietet bei der Eingabe Vorschläge aus dem Adressbuch an
  • Die Ordneransicht bietet eine Schnellfilterleiste (Suche nach ungelesenen/markierten/gekennzeichneten Nachrichten)
  • Der Migrationsassistent für Tb2-Nutzer wurde verbessert (schon etwas seltsam, das wäre für 3.0 wichtiger gewesen)
  • Die Konten-Einrichtungs-Funktion wurde um viele neue Mail-Anbieter erweitert. Damit reicht es meistens aus, nur die E-Mail und das Passwort anzugeben, Thunderbird sucht die Einstellungen (Mailserver, etc.) automatisch.
  • sonstige Verbesserung in Sachen Sicherheit und Sicherheit

Caschy hat schon die portable Version, und auch ich ziehe mit x64-Version für Linux nach, wie immer zu haben in meinem GoogleDocs-Account.

Thunderbird 3.1 Linux x64 mit Schnellfilterleiste

Firefox 3.6.4 released + x64-Version für Linux

Dienstag, 22. Juni 2010

Mozilla hat ja in letzter Zeit einige Release-Termine verlegt, u.a. Firefox 3.6.4. Heute ist er offiziell erschienen, wie Caschy mal wieder als einer der ersten berichtet. Die portable Version für Windows hat er auch schon bereit.

Mit dieser Version führt Mozilla auch eine neue Update-Politik ein. Bisher hatten die Minor-Updates ja nur Sicherheitslücken geschlossen, ab jetzt sind auch neue Funktionen drin. Bei Ubuntu wurde deswegen ja bereits ebenfalls die Update-Strategie, zumindest was Firefox betrifft, angepasst. Eine entscheidende Neuerung dieser Version sind die (standardmäßig aktivierten) Out-Of-Process-Plugins (OOPP), Plugins wie Flash werden also in eigenen Prozessen ausgeführt. Sollten sie abstürzen, läuft Firefox weiter.

Stürzt ein Plugin wie Flash ab, läuft Firefox weiter

Ich habe wieder eine Version für Linux-x64-Systeme kompiliert, zu haben in meinem GoogleDocs-Account.

Kurzmeldung: Skype wird offener

Dienstag, 22. Juni 2010

Interessant Entwicklung um Skype, gefunden bei Linux und ich. Skype selbst wird zwar weiter proprietär bleiben, aber es wird eine “kopflose” Version namens SkypeKit für viele verschiedene Plattformen geben. SkypeKit ist lediglich eine Bibliothek, hat also keinerlei grafische Oberfläche (GUI), aber eine offen dokumentierte Schnittstelle (API). Das heißt, dass jeder der Lust und Laune hat, eine eigene GUI für  Skype entwickeln kann. SkypeKit wird momentan wohl nur an einige ausgewählte Partner vergeben, ab Juli soll es eine öffentliche Beta-Phase geben.

Vermutlich wird es dieses Jahr die erste richtige Integration in Pidgin, Empathy und Co. geben.

Wer Skype jetzt schon mit Pidgin benutzen möchte, sollte sich zumindest mal Skype4Pidgin anschauen. Skype muss weiterhin installiert und gestartet sein, allerdings kann sich Pidgin mit der laufenden Skype-Instanz verbinden. Die Anzeige der Buddy-Liste und der Chat ist vollständig über Pidgin möglich, das Chatfenster kann in Skype abgeschaltet werden. Wenn ein Anruf über Pidgin gestartet wird, öffnet sich leider dennoch das Skype-Fenster, bei Dateiübertragungen ebenfalls. Ist aber zumindest einen Tick besser. Mit SkypeKit werden alle diese Macken behoben sein.

Equalizer für Pulseaudio

Samstag, 19. Juni 2010

Bei der gerade laufenden WM hört man ja immer wieder Proteste gegen die Vuvuzelas. Ob die Fernsehanstalten die nicht (oder besser als bis jetzt) rausfiltern könnten. PulseAudio kann das. Dazu muss nur ein kleines Tool installiert werden, das einen vollständigen Equalizer für PulseAudio bereitstellt. Die Anleitung dazu habe ich ursprünglich bei Linux und ich gefunden, in den Kommentaren wurde allerdings noch diese Seite erwähnt, die beschreibt, wie man die Frequenzen des Equalizers anpasst und die optimale Konfiguration gegen die Vuvuzelas einstellt. Das ganze lässt sich natürlich auch für andere Zwecke nutzen ;-)

Equalizer für PulseAudio

Equalizer für PulseAudio

Der Equalizer funktioniert insofern, dass ein zusätzliches Ausgabegerät und ein virtueller Stream bereitgestellt wird. Das Ausgabegerät wird zum Default-Gerät gemacht und alle Wiedergaben auf das Gerät umgeleitet. Diese virtuelle Gerät wird über den Equalizer dann mit dem Stream verknüpft. Der spielt das ganze dann auf der Soundkarte ab. In pavucontrol ist das ganze zu sehen, wenn man unter Aufnahmegeräte bzw. unter Wiedergabe “Alle Spuren” auswählt. Hier lassen sich natürlich auch PA-typische Finessen anwenden, beispielsweise alle Anwendungen wieder direkt auf die Soundkarte legen und nur den zu filternden Stream über den Equalizer laufen zu lassen. Auch die Ausgabe des Equalizers lässt sich verschieben, beispielsweise auf eine zweite Soundkarte.

pavucontrol - Ausgabegeräte

pavucontrol - Ausgabegeräte

pavucontrol - Wiedergabe

pavucontrol - Wiedergabe

Funktionsweise des Equalizers

Funktionsweise des Equalizers

Ich hatte z.B. folgendes versucht:

  1. Fernseher-Ausgang mit Mikrophon-Eingang verbinden
  2. Equalizer aktivieren
  3. Mikrophon-Eingang abspielen: $ parec|pacat
  4. Alle anderen Streams wieder direkt auf die Lautsprecher legen
  5. Die Ausgabe des Equalizers auf den externen Ausgang legen, über Stereo-Anlage abspielen

So laufen die anderen Programme ungefiltert durch. Das ganze scheiterte allerdings an der schlechten Audio-Qualität des Fernsehers. Meine Hardware ist nun mal kein Home-Cinema ;-)

PulseAudio steuern

Freitag, 18. Juni 2010

PulseAudio Volume Control (pavucontrol)

Seit Karmic gibt es einen neuen Einstellungsdialog für Klänge. Darin kann man auch einzelne Anwendungen in der Lautstärke regeln (*der* Vorteil von PA). Ausführlicher und auch in früheren Ubuntu-Versionen geht es mit dem PulseAudio Volume Control (pavucontrol). Installation möglich über das Software-Center, Synaptic, apturl oder im Terminal:

$ sudo apt-get install pavucontrol

Das Tool besteht aus 5 Tabs:

PulseAudio Volume Control (pavucontrol)

PulseAudio Volume Control (pavucontrol)

Unter Wiedergabe lassen sich alle Anwendungen, die etwas abspielen in der Lautstärke regeln oder auf andere Soundkarten verschieben. Wer z.B. ein Bluetooth-Headset hat, kann einstellen, welche Anwendungen die Soundkarte und welche das Headset benutzen. Über den Schloss-Button an jedem Stream (bei PulseAudio Sink oder Senke genannt) lassen sich die Kanäle entriegeln, um links und rechts getrennt steuern zu können. Unter Aufnahme lässt sich logischerweise das gleiche tun, nur handelt es sich um die aufnehmenden Anwendungen.

Unter Ausgabegeräte lässt sich die Gesamtlautstärke alle Ausgabegeräte (Soundkarten/Headsets) regeln, analoges Vorgehen unter Eingabegeräte.

Der letzte Tab ist relativ uninteressant, hier lässt sich die Art der Ausgabe auf den Sound-Geräten festlegen.

Weitere Hilfsprogramm für PulseAudio

In den Paketquellen gibt es weitere Hilfsprogramme für PA. Installation über apturl oder das Terminal:

$ sudo apt-get install padevchooser paman paprefs pavucontrol pavumeter pulseaudio-utils

Der PA Volume Meter (pavumeter) ist nichts weiter als eine Lautstärkeanzeige (Wiedergabe und Aufnahme).

Der PA Manager (paman) zeigt technische Details zu PA, wie verbundene Clients, Sinks, Module und Geräte.

Die PA-Einstellungen (paprefs) lassen ein paar Optionen ändern, insbesondere für Netzwerkwiedergaben und -freigaben. Im letzten Tab ist allerdings noch eine Checkbox “Virtuelles Ausgabegerät zur simultanen Ausgabe auf allen Soundkarten zur Verfügung stellen”. Das ist vor allem interessant, wenn man mit mehreren Ausgabegeräten arbeitet. Wenn die Option aktiviert ist, taucht in pavucontrol ein weiteres mögliches Ausgabegerät auf. Senken, die auf dieses Gerät geleitet werden, hört man auf allen Ausgabegeräten gleichzeitig.

Zuletzt ist noch der PA Device Chooser (padevchooser) zu nennen. Wenn er gestartet ist, nistet er sich im Benachrichtigungsbereich ein und bietet von dort aus Zugriff auf alle diese Hilfsprogramm. Es lassen sich auch Standard-Ein-/Ausgabegeräte ändern. In den padevchooser-Einstellungen lässt sich außerdem einstellen, dass man über neu entdeckte Netzwerk-PA-Geräte informiert wird.

PulseAudio Device Chooser (padevchooser)

PulseAudio Device Chooser (padevchooser)

Im Paket pulseaudio-utils sind noch einige Programme, die vor allem für das Terminal gedacht sind. paplay kann eine einfache WAVE-Datei abspielen, parec kann einen PulseAudio-Stream vom Mikrofon aufzeichnen, den pacat dann abspielen kann. Womit wir zum nächsten kämen:

Audio-Umleitungen

Wenn man etwas öfter mit Audio arbeitet, möchte vielleicht ein wenig mit den Streams spielen. Mit PulseAudio hat man einiges an Möglichkeiten, z.B. Audio zwischen Ein- und Ausgabegeräten umzuleiten.

Interessant ist dieser Befehl, der den Stream vom Mikrofon sofort wieder abspielt:

$ parec|pacat

Damit tauchen gleichzeitig zwei neue Senken in pavucontrol auf, dort kann man dann natürlich das richtige Ein- und Ausgabegerät auswählen. Die Weiterleitung lässt sich im Terminal durch [STRG+C] beenden.

Aber auch der umgekehrte Effekt, die Umleitung der Ausgabe einer Anwendung auf die Eingabe einer anderen Anwendung ist möglich. Dazu gibt es in pavucontrol bei Aufnahme bzw. Eingabegeräte die Monitor-Funktion. Stellt man unter Eingabegeräte die Dropdown rechts unten von “Alle außer Beobachter” auf “Alle Eingabegeräte”, werden noch weitere Eingabegeräte sichtbar. PulseAudio stellt nämlich für jedes Ausgabegerät ein entsprechendes Eingabegerät bereit, welches dann “Monitor of <Ausgabegerät> heißt. Unter Aufnahme kann eine Anwendung diese Senken aufzeichnen. Dabei zeichnet sie auf, was auf dem Gerät wiedergeben wird. Damit ist es beispielsweise möglich, ein Internetradio zu starten, Audacity aufnehmen zu lassen und auf den Monitor zu schalten.

Applet für das Gnome Panel

Wer öfters einzelne Anwendungen regeln will (aber nicht mehr), dem sind die Klang-Einstellungen oder pavucontrol vielleicht schon zu kompliziert. Dafür gibt es ein Projekt namens gnome-pulse-applet. Auf der Projektseite gibt es fertige Debian-Archive zur Installation unter Ubuntu. Wenn es installiert ist, kann es als Applet zum Gnome-Panel hinzugefügt werden. Darüber lassen sich alle wiedergebenden Programme in der Lautstärke regeln, aber mehr auch nicht. Zum ausführlichen Wechseln zwischen Soundkarten ist immer noch pavucontrol das Tool der Wahl.

PulseAudio und ALSA

Freitag, 18. Juni 2010

Eigentlich wollte ich gestern einen Sammelpost mit Tipps und Tricks über PulseAudio schreiben. Als ich fast fertig war, war WordPress aber anderer Meinung, weswegen ich jetzt alles nochmal überarbeiten und korrigieren darf. Und ich habe mir überlegt, lieber einige kleinere Artikel zu schreiben, das wird also eine kleine Reihe.

Im ersten Teil möchte ich mich mit PulseAudio und ALSA beschäftigen. ALSA ist ein älteres Soundsystem, das noch von vielen Programmen direkt angesprochen wird, während sich langsam PulseAudio durchsetzt. Bei letzterem spreicht eine Anwendung nur noch PulseAudio an, das dann ALSA für die Ausgabe benutzt. Leider kommt es dabei öfters mal zu Problemen und Konflikten zwischen beiden, wenn man Programme benutzt, die nicht PulseAudio-kompatibel sind. Sie versuchen direkt mit der Soundkarte zu kommunizieren, was zwei Probleme verursacht: Wenn PulseAudio gerade darauf etwas abspielt, weil eine Pulse-Anwendung gerade läuft, wird das ALSA-Programm scheitern. Oder das ALSA-Programm hat Erfolg, allerdings kann dann PulseAudio nichts mehr wiedergeben.

Bekannte Täter sind vor allem ältere Versionen des Flash-Player sowie von Skype. Mit Audacity und HTML5-Video/-Audio in Firefox hatte ich auch schon Probleme. Mit Flash soll angeblich seit Version 10 mit PulseAudio klar kommen, allerdings lief es bei trotzdem nicht richtig.

Was mir geholfen hat, war, ein ALSA-Plugin für PulseAudio einzurichten. Dazu ist zunächst libasound2-plugins zu installieren:

$ sudo apt-get install libasound2-plugins

Danach weisen wir ALSA an, PulseAudio zu nutzen. Dazu legen wir die (versteckte) Datei .asoundrc im Home-Verzeichnis an und fügen folgendes ein:

pcm.!default
{
  type pulse
}
ctl.!default
{
  type pulse
}

Jetzt müssen wir noch ALSA und PA neustarten:

$ sudo alsa reload
$ pulseaudio -k
$ pulseaudio &>/dev/null &

Danach sollten ALSA- und PA-Anwendungen problemlos gleichzeitig laufen.

Sollte eine Anwendung immer noch nicht korrekt funktionieren, hilft es möglichweise, sie über das Terminal aufzurufen, allerdings den Befehl padsp vorzustellen. Bei Audacity hat mir das geholfen:

padsp audacity

Thunderbird 3.0.5 + x64-Version für Linux

Freitag, 18. Juni 2010

Heute erschien Mozilla Thunderbird 3.0.5. Die Release Notes gibts bei Mozilla Messaging. Caschy hat schon die portable Version für Windows gebastelt.

Meine Version ist zwar ein wenig aufwendiger, aber ich habe mal wieder die 64Bit-Version für Linux gebastelt. Gibts in meinem GoogleDocs-Ordner.

WebM in Firefox Nighly angekommen

Donnerstag, 10. Juni 2010

Mozilla hat ja ziemlich schnell bekannt gegeben, dass sie WebM in Firefox implementieren wollen. Einige Tage später gab es auch spezielle Builds, die den Codec enthielten. Seit gestern ist der Codec auch im offiziellen Nightly zu finden, auch bekannt als Minefield. Hier einige Beweisfotos:

HD-Video in Firefox ohne Flash

HD-Video in Firefox ohne Flash

Vollbildmodus

Vollbildmodus

Kontextmenü des Videos

Kontextmenü des Videos

Hinweis zum letzten Screenshot: Eigentlich liegt über dem Video ein durchsichtiger Div-Layer, der das direkte anklicken des Videos verhindern soll. Der lässt sich aber mit Firebug leicht entfernen, im Prinzip sogar mit einem kleinen Schnipsel CSS.

Was man ebenfalls sieht, ist, dass der Vollbildmodus nicht der gleiche ist wie bei Flash. Das Video wird nur innerhalb des Viewports maximiert. Ab Firefox 3.6 kann man das Video zwar über das Kontextmenü auf echtes Vollbild schalten, aber das ist ja wie bereits erwähnt gesperrt. Wird aber eigentlich niemand wirklich daran hindern.

Schlägereien um HTML5

Montag, 07. Juni 2010

Ich bin ja großer Befürworter von HTML5, und auch wenn Flash vielleicht einige sinnvolle Anwendungsgebiete hat, lässt sich 80% seiner heutigen Aufgaben auch mit HTML5 lösen. Dafür muss aber eine ausreichende Browser-Unterstützung gegeben sein. Mittlerweile rüsten eigentlich alle nennenswerten Browser auf, nur die beiden großen kommerziellen wollen das ganze zu einer Schlammschlacht machen.

Der Vorteil von HTML5 gegenüber beispielsweise Flash ist ja seine Offenheit. Eigentlich kann jeder HTML5 lernen, es benutzen, oder auch Software dafür schreiben. Was in HTML5 geschrieben ist, sollte eigentlich Browser-übergreifend funktionieren, vorausgesetzt, der Browser beherrscht es ausreichend. Aber Apple ist sich dafür zu gut. Deswegen habe  sie eine Galerie online gestellt, in der man die Vorteile von Standards wie HTML5, CSS3 oder JavaScript demonstriert bekommt.

These web standards are open, reliable, highly secure, and efficient. [...] Standards aren’t add-ons to the web. They are the web. And you can start using them today.

Es ist dann aber eine Sauerei, diese Demos nur für den hauseigenen Browser zu schreiben. Andere Browser werden grundsätzlich ausgesperrt. Nicht weil sie kein HTML5 könnten, sondern weil Apple Browser-Snffing benutzt. Die “wenigen Zeilen Quellcode”, mit denen sich die Beispiel schreiben lassen sollen, sind mehrere 100kB groß, gespickt mit WebKit-spezifischen Angaben. Gut, diese Browser-Erweiterungen muss man im Moment noch nutzen, um HTML5 übergreifend seinsetzen zu können. Aber dann auch bitte alle. Um einen border-Radius zu benutzen, empfiehlt sich folgende Auszeichnung im CSS:

-webkit-border-radius: 10px;
-moz-border-radius: 10px;
border-radius: 10px;

Damit sind eigentlich alle Browser abgedeckt (außer IE, der keinerlei runde Ecken unterstützt). Hilfreich ist hier auch der CSS3 Generator.

Das hier ist einfach nur noch frech:

Not all browsers offer this support. But soon other modern browsers will take advantage of these same web standards

Tatsächlich unterstützen nicht alle Browser diese Standards. Beim IE und beim Firefox sind tatsächlich noch einige Dinge nicht implementiert. Zumindest beim Firefox weiß ich aber genau, wie weit die Entwicklerversion schon ist. Die macht wieder einiges wett. Wie der GoogleWatchBlog berichtet, funktionieren in Chrome alle Demos – bis auf das Video-Demo. Doch Tobi hat sich noch mehr Mühe gemacht und das genauer analysiert. Angeblich wird das Video nur von Quicktime abgespielt. Tatsächlich handelt es sich bei dem Video um eine .mov-Datei, die allerdings auf eine MP4-Video verweist, welches Chrome wiederum problemlos abspielen kann.

Jetzt möchte ich zum anderem Big Player kommen: Microsoft hat nämlich auch getestet, wie gut die Browser HTML5 können. Und sie sind zum Schluss gekommen, dass der IE der einzige Browser ist, der HTML5 vollständig unterstützt. Nur haben sie sich halt ein paar Tests rausgesucht, die der IE auf jeden Fall besteht, und dann mal bei der Konkurrenz geschaut. Und deswegen wurde auch direkt ein Gegentest entworfen, der nur Tests enthält, von denen der IE nicht einen besteht. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Zuletzt möchte ich noch ein paar andere Seiten nennen, die sich mit der Verbeitung von HTML5 beschäftigen: