Portable Firefox für Linux

Didi bat mich ja um einen portable Firefox für Linux. Heute hab ich ich das ganze mal umgesetzt.

Als echter portabler Fuchs ist das ganze natürlich weniger geeignet, wann hat man denn schon mal das Glück, seinen Stick in einen fremden Rechner stecken zu dürfen, auf dem Linux läuft? Aber zum Testen sollte das ganze natürlich geeignet sein, da hier Programm- und Profilverzeichnis in einem Ordner liegen. Natürlich kann man sagen, dass jede Firefox-/Thunderbird-Installation, die nicht aus den Paketquellen kommt, prinzipiell portable ist, aber mein Skript kapselt auch noch das Profil ab.

Ich hoffe, dass das ganze läuft, ich bin wäre an Testberichten interessiert. Das ganze liegt in meinem GoogleDocs-Account Download-Bereich. Ich hab das ganze einmal fertig mit Firefox 3.6.6 ausgeliefert (ca. 10 MB), einmal “nackt” (<1kB), also nur der Starter und… tada! ein Updater. [UPDATE]Da ich mittlerweile auf einen eigenen Download-Bereich umgestiegen bin, habe ich die volle Version gestrichen. Die Lite-Version holt sich beim ersten Starten automatisch die neuste Version aus dem Netz.[/UPDATE]

Funktionsweise: es gibt zwei wichtige Ordner: firefox ist der Programmordner, profile ist der Profilordner. Wenn der Profilordner nicht vorhanden ist, wird er automatisch angelegt. Wenn der Programmordner nicht existiert, wird der Updater ausgeführt, der lädt dann automatisch die aktuelle Version runter.

Hinweis: der Updater überpüft nicht, ob es ein Update gibt, sondern lädt immer die aktuelleste Version runter, egal welche bereits vorhanden ist.

Es lässt sich natürlich jeder Version von Firefox nutzen, egal ob Stable, Nightly, Beta, Developer Preview, etc. Muss halt nur im Ordner firefox liegen. Vorsicht: der Updater lädt immer die aktuelle stabile Version herunter, also auch nur dann benutzen! Wenn ihr eine andere Version benutzt, könnt ihr den Updater von Firefox nehmen.

Die beiden Skripte müssen natürlich Ausführrechte haben, die können eventuell entfernt werden, wenn das ganze auf ein FAT- oder NTFS-Laufwerk geschoben wird. Die Rechte können in Nautilus in den Dateieigenschaften geändert werden, in der Konsole mittels

chmod u+x dateiname

18 Kommentare zu “Portable Firefox für Linux”

  1. Didi
    4. Juli 2010 08:49
    1

    Super! Ich werde ihn mir heute im Laufe des Tages ansehen und Dir ein Feedback geben. Vielen Dank!

  2. Didi
    4. Juli 2010 12:36
    2

    Hi Felix, ich habe den portablen Fx eben getestet. Er funktioniert einschließlich der Aktualisierung einwandfrei: http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/?p=2947

  3. Frakturfreund
    15. September 2010 18:47
    3

    Auch von mir nochmal vielen Dank für dieſes ſchöne Stück Software!

    Und da Du nach Teſtberichten gefragt haſt: Bisher habe ich nur ein Problem entdecken können: Leider funktionieren die Skripte nicht, wenn sich im Pfad Leerzeichen befinden (also etwa ~/Portabler Firefox/*). Das iſt zwar nicht wirklich ſchlimm, aber könnte man das für ehemalige Windowsnutzer wie mich irgendwie fixen?

    Des weiteren iſt Google Docs ein ungewohnter Platz für Code; ich hätte da eher GitHub oder ſo erwartet.

  4. Felix
    15. September 2010 18:54
    4

    Hat das einen bestimmten Grund, dass deine s so seltsam aussehen?

    Danke für den Hinweis mit den Leerzeichen, werd ich mir mal ansehen. GoogleDocs ist tatsächlich etwas ungewohnt. Stammt halt noch aus der Zeit, als ich keinen Blog hatte. Da hat man genug Speicherplatz und keine Traffic-Engpässe. Mal sehen, ob ich die Downloads mit WordPress irgendwie schön geregelt kriege. Kennt da vielleicht jemand ein Plugin, eventuell sogar mit Statistik-Funktion?

  5. Didi
    15. September 2010 18:57
    5

    Du musst die Datei doch nur in Deinen Artikel mittels des Sternchens oben rechts einfügen. Sie wird automatisch in die Mediathek geladen.

  6. Felix
    15. September 2010 19:07
    6

    Das wäre die einfachste Möglichkeit. Aber ich dachte eher an eine Art Download-Bereich, wie der Horst ihn hat. Praktisch das jeder Download einen Bereich hat, in dem alle Versionen zu sehen sind, die neusten natürlich oben. Sodass auch in den älteren Artikeln nur auf den Download-Bereich verlinkt wird, damit man an die aktuelle Version kommt.
    Werde ich mich demnächst mal erkundigen. Vielleicht gibt es sowas schon, ansonsten bau ich es noch, wie ich es will. ;-)

  7. Felix
    15. September 2010 19:09
    7

    Nebenbei: Anscheinend werde ich wichtig. Ich krieg langsam mehr Spam. ;-)

  8. Didi
    15. September 2010 19:10
    8

    Ein Plugin kenne ich nicht. Du könntest aber eine statische Seite (wie z. B. Impressum) anlegen, diese Download-Bereich nennen und darin die Dateien ablegen. In den Artikeln verweist Du auf diese Seite.

  9. Didi
    15. September 2010 19:11
    9

    Mathe-Plugin gefällig? Bei mir ist alles wech.

  10. Felix
    15. September 2010 19:14
    10

    Ja, wäre auch eine Möglichkeit. Aber dann kann ich auch grad ein Plugin schreiben. Das macht das ganze dann professionell :-D
    Also Upload mit HTML5/Drag’n'Drop, vereinfachte Erstellung neuer Programme, Download-Counter und so. Aber so wichtig ist das nicht, im Moment gehts auch noch so.

    Mathe-Plugin brauch ich nicht. NoSpamFx filtert gut. Löschen kann ich noch selbst, so viele sind es nicht.

  11. Felix
    15. September 2010 20:03
    11

    @Frakturfreund:
    Hab das Skript mal angepasst. Bitte um Test!

  12. Frakturfreund
    15. September 2010 20:07
    12

    @Felix: Das ›komiſche‹ s heißt richtig Langes s (ſ) und war früher in den Gebrochene Schriften (Fraktur, Sütterlin, …) quaſi das ›normale‹ s – das, was Du normales s nennſt, nenne ich Schluſs-s (und es gibt ſogar Regeln dafür, wann man das eine und wann das andere verwenden muſs/ſollte).

    Gebrochene Schriften ſind halt einfach eines meiner Hobbies, das Pſeudonym verpflichtet ſozuſagen ;) – anſonſt ſteckt da nichts dahinter. Und man kann ſo immer gut herauskriegen, ob eine Seite Unicode unterſtützt ;) .

  13. Felix
    15. September 2010 20:11
    13

    Darf ich mich jetzt freuen, weil ich Unicode benutze? Obwohl es dein Hobby schwer macht, deine Kommentare flüssig zu lesen…

  14. Didi
    15. September 2010 20:14
    14

    Wenn ich das lese, lispele ich gedanklich.

  15. Frakturfreund
    15. September 2010 20:16
    15

    Jetzt funktionieren die Skripte auch bei einem Pfad mit Leerzeichen, vielen Dank für die ſchnelle Fehlerbehebung! :)

  16. Frakturfreund
    15. September 2010 20:25
    16

    Das mit dem gedanklichen Liſpeln höre ich nicht zum erſten Mal! Aber gute Lesbarkeit iſt eine ziemlich ſubjektive Frage … mir geht es genau umgekehrt, da ich daran gewöhnt bin – mich ſchüttelt’s, wenn jemand ›Essstörung‹ ſtatt Eſsſtörung ſchreibt.

  17. mac@
    24. Juni 2011 09:05
    17

    Hmm, ist nicht mehr in deinem Google-Docs-Acc vorhanden?

  18. Felix
    24. Juni 2011 14:28
    18

    Nein, mittlerweile bin ich auf einen eigenen Download-Bereich umgestiegen. Ich muss den Artikel mal ändern.

    PortableFirefox findest du in dieser Kategorie.