makeFirefoxProfile / makeChromeProfile

Ich selbst habe zwar Chrome installiert (genauer: Chromium-daily), benutze es aber nur ab und zu um mal was zu testen. Firefox bliebt meine Nummer 1.

Horst hatte vor einiger Zeit ein Skript für Windows geschrieben, um Firefox mit einem temporären Profil zu starten. Didi bat mich, das ganze auf Linux zu portieren. Seit gestern bietet Horst ein ähnliches Skript für Chrome an, und Didi war natürlich an einer Linux-Version interessiert. Das ganze habe ich eben mal zusammengeschraubt.

Horst hatte mein Skript damals gehostet, da ich noch keine Homepage hatte. Daher werde ich hier beide Skripte nochmal vorstellen. Die Idee kam wie gesagt von Horst. Die Skripte ermöglichen es, Firfox bzw. Chrome mit einem temporären Profil zu starten. Das Profil ist clean, also wie nach einer Neuinstallation. Gut, um mal eben schnell eine Erweiterung zu testen.

Wird das Skript gestartet, fragt es, ob das Profil angelegt werden soll. Danach kann Firefox (bzw. Chrome) direkt gestartet werden. Es wird außerdem ein Starter auf dem Desktop abgelegt. Der Starter wird leider nicht problemlos erkannt, sondern als “nicht vertrauenswürdig” eingestuft. Beim Öffnen muss man daher noch einen Dialog bestätigen.

Wird das Skript erneut aufgerufen, bietet es an, den Starter und das temporäre Profil zu löschen.

Beide Skripte arbeiten mit der Bash, die auf den üblichen Linux-Systemen installiert sein sollte. Zusätzlich muss ein Paket für die graphische Oberfläche installiert sein. Das sollte eins der folgenden sein:

  • Für Gnome und Xfce: Zenity, enthalten im Paket zenity
  • Für KDE: KDialog, enthalten in kdebase-bin
  • Für andere Umgebungen: Xdialog, enthalten in xdialog

Beide Skripte haben im oberen Bereich ein konfigurierbaren Bereich.

firefoxpath/chromepath ist der Pfad zur ausführbaren Datei. Bei einem normal installierten Firefox/Chrome reicht hier der Name der Datei. Bei Chrome kann es Unterschiede geben, je nachdem welche Version man installiert hat und woher. Bei Chromium-daily lautet der Befehl chromium-browser, das müsst ihr im Terminal ausprobieren. Es könnte auch chrome, chromium, google-chrome oder ähnlich lauten.

options sind Startoptionen, die an die die Executable überreicht werden. Bei Firefox ist das standardmäßig -no-remote, dadurch kann der temporäre neben dem normalen Firefox laufen. Bei Chrome sorgt --no-default-browser-check dafür, dass er sich nicht als Standardbrowser registriert. Bei Firefox erfolgt das über eine anderen Weg.

profilepath legt den Ort fest, an dem das Profil liegt, normalerweise in /tmp.

Bei makeFirefoxProfile kann darunter außerdem noch ein Proxy eingestellt werden.

Da heruntergeladene Dateien normalerweise nicht ausgeführt werden können, muss das richtige Bit noch gesetzt werden. In Nautilus kann in den Dateieigenschaften unter “Zugriffsrechte” das Kästchen “Datei als Programm ausführen” angehakt werden. Im Terminal geht das Ganze via chmod u+x makeFirefoxProfile makeChromeProfile

Download: makeFirefoxProfile, makeChromeProfile

12 Kommentare zu “makeFirefoxProfile / makeChromeProfile”

  1. Didi
    27. August 2010 15:40
    1

    Super! Da habe ich am Wochenende wieder etwas zu tun. Danke!

  2. Didi
    27. August 2010 18:46
    2

    Das Script klappt hervorragend. Nur die Umlaute der Textdatei werden nicht richtig ausgegeben: http://goo.gl/qPK6

  3. Felix
    27. August 2010 20:55
    3

    @Didi:
    Hm, bei mir werden die richtig angezeigt. Öffne das Skript mal im Texteditor, und guck, ob sie da richtig drin stehen. Wenn nicht, kannst du sie korrigieren. Schau mal bei Datei|Speichern unter nach der Zeichenkodierung. Stell am besten UTF-8 ein, ansonsten ISO-8859-1 oder ISO-8859-15.

  4. Didi
    28. August 2010 10:51
    4

    Die von Dir genannte Zeile wird nicht gefunden. UTF-8 war bereits eingestellt. Die Umlaute werden auch im Editor nicht korrekt dargestellt. Ich habe statt UTF-8 die von Dir genannten Alternativen geprüft, allerdings erfolglos: http://goo.gl/zYqi

  5. Didi
    28. August 2010 12:18
    5

    Gibt es für Chrome eine Sicherungsmöglichkeit a la Caschys Chromesave?

  6. Felix
    28. August 2010 14:09
    6

    Es könnte sein, dass da beim Download was nicht geklappt hat, deswegen habe ich das ganze nochmal komprimiert. Versuch mal, das ganze hier runterzuladen.
    Wenn das auch nicht klappt, korrigier die Stellen im Texteditor einfach und benutz beim Speichern wieder UTF-8.

    Bezüglich Sichern: Das Profil liegt in ~/.config/chromium oder ~/.config/google-chrome. Der Cache (den man eigentlich nicht sichern muss) liegt in ~/.cache/chromium bzw. ~/.cache/google-chrome. Du musst nur den jeweiligen Ordner sichern.

  7. Didi
    28. August 2010 14:59
    7

    Ok, mit den komprimierten Dateien klappt alles. Der Fehler taucht nicht mehr auf. Ich musste nur, wie vorher auch, “google-chrome” eintragen.
    Beim Kopieren des von Dir genannten Ordners erschien folgende Fehlermeldung: http://yfrog.com/n3chromesicherunglinux1p
    Ist das relevant?

  8. Felix
    28. August 2010 15:39
    8

    Das kann passieren, das ist der Lock, mit dem verhindert wird, das Chrome zwei mal im gleiche Profil gestartet wird. Sollte aber eigentlich nur passieren, wenn Chrome gerade läuft.
    Wenn du die Datei einfach überspringst, sollte es trotzdem funktionieren.

  9. Didi
    28. August 2010 16:01
    9

    Nein; jedes Mal, wenn ich versuche, den Ordner zu sichern, ihn also an einen anderen Ort kopiere, taucht diese Meldung auf.

  10. Matthias Krells
    22. September 2010 20:11
    10

    Hi wo ist der like Button? :-) Viele Grüße aus Berlin Matthias

  11. Felix
    22. September 2010 20:17
    11

    @Matthias: Den wirst du lange suchen. Von Facebook halte ich genauso viel wie von Twitter: nichts. Bei mir gibts nur nen Buzz-Button… :-D

  12. lastactionseo
    29. September 2010 19:24
    12

    Und Schwupps in den RSS-Feed übernommen.. Viele Grüße aus Berlin Matthias