Archiv für die Kategorie 'Software'

Ubuntu 11.04 (aka Natty Narwhal)

Montag, 11. Juli 2011

Am Wochenende hab ich endlich Natty installiert. Das Karmic, das ich vorher drauf hatte, war ja seit April offiziell veraltet.

Ich hab noch nicht alles eingerichtet, wie ich es haben will, das wird wohl auch noch ein wenig dauern. Aber eins habe ich direkt gemerkt: Mein System ist wesentlich schneller. Fährt schneller hoch, Programme öffnen schneller. Vielleicht, weil ich noch nicht alles installiert und vollgemüllt habe. Also vorsichtig sein.

Die größte Änderung ist wohl Unity. Ich habe mich noch nicht ganz dran gewöhnt, aber ich denke, das wird klappen. Es mag noch ein paar Nachteile haben, aber ich sehe auch die Vorteile.

Die wichtigsten Dinge, die ich bis jetzt geändert habe:

  • Den Shortcut für den Launcher habe ich von <Super> (aka Windows-Taste) auf <Control><Super> geändert. Ich habe einige Programme und Compiz-Funktionen mit <Super> verknüpft, die würde Unity sonst blockieren.
  • Ich habe die Compiz-Fusion-Extra-Plugins installiert. Da sind einige für mich sehr wichtige dabei, z.B. Maximumize.
  • Statt der Desktop-Wand habe ich wieder auf den Würfel umgeschaltet. Ein bisschen Eye-Candy muss sein.
  • Das o.g. Maximumize hat Probleme mit den unsichtbaren Fenster-Rändern. Die habe ich daher abgeschaltet.

Zum letzten Punkt: bei den Themes Radiance und Ambiance gibt es links, rechts und unten ja nur einen 1-Pixel-Rand. Um Fenster trotzdem leicht resizen zu können, gibt es neben dem Griff in der rechten, unteren Ecke unsichtbare Ränder außerhalb des sichtbare Rands, an denen das Fenster gezogen werden kann. Maximumize kommt damit aber nicht zurecht. Da ich sowieso oft mit <Super>+Mittlerer Taste vergrößere, brauch ich die Ränder nicht.

Deaktiveren kann man die Ränder nur, indem man die Themes bearbeitet. Die Themes liegen unter /usr/share/themes/. Im Unterordner metacity-1 des jeweiligen Theme-Ordners liegt eine Datei namens metacity-theme-1.xml. Diese muss mit Root-Rechten bearbeitet werden, z.B. im Terminal mit sudoedit Dateiname. In dieser XML-Datei gibt es mehrere Stellen, die so oder so ähnlich aussehen: <padding left="2" right="2" bottom="2"/>, sprich alle <padding>-Tags. Diese Tags müssen mit <!-- und --> auskommentiert werden. Aus

	<padding left="2" right="2" bottom="2"/>

wird also

	<!--<padding left="2" right="2" bottom="2"/>-->

Damit die Änderung nach dem Speichern übernommen wird, muss in den Erscheinungsbild-Einstellungen kurz ein anderes Theme ausgewählt werden. Beim Zurückschalten werden die Ränder entfernt.

Firefox unter Linux installieren

Samstag, 11. Juni 2011

Software unter Linux zu installieren ist so eine Sache. Wenn es die Software in der Paketverwaltung gibt, ist es natürlich extrem einfach. Wenn nicht, fängt man an zu suchen.

Bei Ubuntu kann man vielleicht noch ein PPA finden, das ist nur minimal schwieriger als die direkte Installation.

Vielleicht bietet der Hersteller auch fertige Pakete an, die sich auch in der Paketverwaltung installieren lassen. Man muss natürlich das richtige Paket benutzen. Bei Debian-basierten Distributionen (wie z.B. Ubuntu) braucht man ein Paket im DEB-Format, alternativ gibts für RPM-basierte Paketverwaltungen auch das RPM-Format.

Findet sich auch kein Paket, ist vielleicht wenigstens ein vorkompiliertes Archiv verfügbar, meistens als tar.gz oder tar.bz2. Dieses muss dann an eine bestimmte Stelle entpackt werden. Das ist zwar nicht mehr so einfach, aber funktioniert mit praktisch allen Distributionen.

Als letzte Möglichkeit bleibt dann noch der Quellcode. Das ist aber ein Kapitel Buch für sich. Auch das funktioniert mit allen Distributionen, von Benutzerfreundlichkeit kann hier natürlich nicht mehr die Rede sein.

Auf Bitten von Björn möchte ich hier speziell auf Firefox eingehen, wobei das Verfahren auf ähnliche Softwarepakete übertragbar ist, vor allem natürlich auf Thunderbird, da es aus dem gleichen Haus stammt. Firefox gibt es eigentlich in allen Paketquellen, und es gibt auch verschiedene PPAs für spezielle Versionen. Wer trotzdem eine andere Version benutzen möchte, findet meistens nur eine Archivdatei.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Installation für das ganze System
  2. Installation im Home-Ordner, aber ins System integriert
  3. Persönliche Installation

Vor- und Nachteile

Bei der Installation für das ganze System ist Firefox fast genauso installiert wie in der Paketverwaltung, der Firefox ist also gut ins System integriert. Alle Benutzer können ihn starten, allerdings funktioniert der eingebauter Updater nicht, weil der Programmordner für Benutzer schreibgeschützt ist.

Die Installation im Home-Ordner ist nur für Einzelbenutzer geeignet. Ich handhabe es auch so. Der Programmordner liegt dabei in eurem persönlichen Ordner, der Firefox ist aber ins System integriert. Vorteil: der Updater funktioniert wieder. Nachteil: Der Firefox läuft nur noch für den Benutzer, in dessen Home-Ordner er liegt.

Zuletzt gibts es noch die persönliche Installation. Der Programmordner liegt im persönlichen Ordner und ist nicht ins System integriert. Das ist empfehlenswert, wenn ein einzelner Benutzer eine andere Version benutzen möchte oder man nur schnell was testen will. Für letzteres eignet sich natürlich eine portable Version eher.

Abstecher: Portable Firefox

Firefox gibts es für Windows ja von diversen inoffiziellen Quellen auch als portable Version. Man findet aber ab und zu auch portable Linux-Versionen, allerdings sind diese nicht ganz so portable, denn meistens wird trotzdem der normale Profilordner benutzt. Da man aber auch selten mal einen anderen Linux-PC antrifft, werden Portable Versionen sowieso eher zum Testen von neuen Versionen benutzt. Wer trotzdem einen echten Portable Firefox sucht, kann ja mal meine Version ausprobieren.

Die folgenden Schritten beziehen sich immer auf eine (mehr oder weniger) feste Installation, es wird also immer das Standardprofil benutzt.

Allgemeines

Als erstes braucht man ein Download-Archiv. Ob jetzt Firefox oder Thunderbird, ob stabile Version oder aus den Entwickler-Kanälen, ist egal. Hauptsache, man hat ein tar.gz oder tar.bz2. Auch braucht man ein Terminal. Das ist irgendwo im Programmmenü oder -starter zu finden.

Ich gehe mal davon aus, dass die heruntergeladene Datei im Ordner /home/benutzername/ liegt und firefox-4.0.1.tar.bz2 heißt. Der Benutzername und der Dateiname muss als entsprechend angepasst werden.

Installation für das ganze System

Im folgenden werden einige Befehle mit sudo benutzt, da wir Root-Rechte brauchen. Bei der ersten Eingabe wird nach deinem Benutzerpasswort gefragt.

sudo mkdir -p /opt
cd /opt
sudo tar xvf /home/benutzername/firefox-4.0.1.tar.bz2
sudo ln -s /opt/firefox/firefox /usr/local/bin/firefox

Damit wäre Firefox installiert. Den Firefox aus der Paketverwaltung am besten trotzdem installiert lassen, da sich die beiden nicht behindern und ansonsten die Paketverwaltung stolpern könnte bei Programmen, die Firefox als Abhängigkeit brauchen.

Firefox ist jetzt under /opt/ installiert. Dieser Ordner ist für Programme reserviert, die nicht aus der Paketverwaltung stammen. Es wurde aber ein Link unter /usr/local/bin angelegt, damit statt des Firefox aus der Paketverwaltung unser eigener gestartet wird.

Installation im Home-Ordner, aber ins System integriert

Das Verfahren ist ähnlich wie oben:

mkdir -p ~/Programme
cd ~/Programme
tar xvf /home/benutzername/firefox-4.0.1.tar.bz2
sudo ln -s /home/benutzername/Programme/firefox/firefox /usr/local/bin/firefox

Firefox ist jetzt im Ordner Programme im persönlichen Ordner installiert. Natürlich kann auch ein anderer Ordner benutzt werden. Wichtig ist, beim letzten Befehl den vollen Pfad anzugeben, also nicht etwas wie ../Programme/firefox/firefox, sonst funktioniert es wahrscheinlich nicht.

Auch hier gilt: Am besten die Version der Paketverwaltung installiert lassen.

Persönliche Installation

In den beiden oberen Fällen wurde der installierte Firefox praktisch ersetzt. Die letzte Möglichkeit ist eine parallele Installation. Dazu einfach das Archiv entpacken und in einen Ordner deiner Wahl entpacken, das geht auch ohne Terminal.

Allerdings musst du den Firefox jetzt natürlich auch starten können. Das geht entweder, in dem du die Datei firefox im Programmordner ausführst (nicht öffnen, sondern ausführen, falls eine Nachfrage vom Dateimanager kommt), oder indem du dir einen Starter anlegst. Lege eine neue, leere Datei an und speichere folgenden Inhalt:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=Mein eigener Firefox
GenericName=Web Browser
Exec=/home/benutzername/firefox/firefox %u
Terminal=false
Type=Application
Icon=firefox
Categories=Application;Internet;Network;WebBrowser;
MimeType=text/html;text/xml;application/xhtml+xml;application/xml;application/vnd.mozilla.xul+xml;application/rss+xml;application/rdf+xml;image/gif;image/jpeg;image/png;
StartupWMClass=Firefox
StartupNotify=true

Die Zeile mit Exec= muss natürlich angepasst werden. Bei Name= kann ein passender Namen angegeben werden, um diese Installation von der normalen Version unterscheiden zu können.
Anschließend änderst du die Dateiendung in .desktop (weil danach das Bearbeiten schwieriger wird) und verschiebst sie in den (versteckten) Ordner .local/share/applications in deinem Home-Ordner.

Firefox: Lesezeichenleiste verstecken

Dienstag, 10. Mai 2011

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal über mein AddOn Lesezeichenleiste verstecken geschrieben. Gestern und heute hab ich fleißig dran geschraubt, dabei sind neben einigen Bugfixes auch neue Funktionen eingeflossen.

Der Hover-Mode funktioniert nun besser. Im Hover-Mode wird die Leiste automatisch eingeblendet, wenn die Maus a) den Lesezeichen-Button oder b) irgendeine Toolbar berührt. Es kann außerdem eingestellt werden, dass die Toolbar erst nach einer kurzen Verzögerung ausgeblendet wird.

Neu ist eine Art Automatik-Modus, in dem die Toolbar automatisch in neuen Tabs eingeblendet wird und verschwindet, wenn eine Seite aufgerufen wird. In Chrome ist das sehr ähnlich gelöst, und ich muss sagen, dass mir das gefällt.

Die Einstellungen wurden überarbeitet und aufgeräumt. Einige Einstellungen werden ausgeblendet oder ausgegraut, wenn sie nicht verfügbar sind.

Es dauert ein bisschen, bis die neue Version begutachtet wurde, aber unter Versionen kann auch die neuste Version installiert werden.

Firefox 3.6.14 & Thunderbird 3.1.8 + Linux-x64

Mittwoch, 02. März 2011

Es gibt mal wieder neue Updates von Mozilla. Firefox und Thunderbird erschienen in neuen Versionen.

Ich habe beide Versionen als Linux-x64-Version kompiliert.

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Firefox 3.6.13 & Thunderbird 3.1.7 + Linux-x64

Donnerstag, 09. Dezember 2010

Sorry, das hier im Moment wenig kommt, aber im Moment habe ich nicht allzu viel Zeit.

Mozilla hat heute mal wieder Updates für Firefox & Thunderbird rausgebracht. Beide schließen einige Sicherheitslücken sowie Stabilitätsprobleme. Thunderbird soll auch besser mit großen Mailbox-Dateien und IMAP-Verbindungen umgehen können.

Ich habe beide Versionen schon als Linux-x64-Version kompiliert.

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Thunderbird 3.1.6

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Passend zum gestern erschienen Firefox 3.6.12 erschien heute Thunderbird 3.1.6, in dem die gleiche kritische Lücke gefixed wurde.

Die x64-Version für Linux ist natürlich auch schon fertig.

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Firefox 3.6.12 und neuer Download-Bereich

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Mozilla hat heute Firefox 3.6.12 veröffentlicht. Dabei wurde ein kritische Sicherheitslücke geschlossen. Der Link auf der Seite ist leider tot und die Bugliste leer. Mal abwarten, auf der Homepage ist immerhin auch noch 3.6.11.

Schon lustig: nach dem Update kam auf der Landing-Page:

You’re now running Firefox 3.6.12.
For security reasons, we recommend downloading the latest and greatest version.

Da ist das System wohl noch nicht ganz umgestellt.

Ich habe auch schon die x64-Version für Linux kompiliert. Wer sie haben will, braucht jetzt nicht mehr zu Google Docs, denn…

… ich habe einen neuen Download-Bereich! Früher hatte ich mangels Blog (und damit Webspace) mal alles bei Google Docs hochgeladen, damals wurde gerade das File-Hosting da eingeführt, man konnte also beliebige Dateien hochladen. War aber schon etwas lästig. Ein kurze Suche im WordPress-Verzeichnis brachte mich dann auf WordPress Download Monitor. Kann Dateien hochladen, verwalten, ordnen, etc. Bietet auch direkt eine Download-Seite an, mit Suche und Sortierung. Da wird vielleicht demnächst noch getweaked, aber vorerst läuft alles ganz gut. Trotzdem mal Bitte um Rückmeldung!

Ich habe mir mal erlaubt, das Datum bei den Dateien auf das Release-Datum der Versionen zu ändern, damit die Sortierung besser klappt. Neue Downloads reihen sich ja automatisch ein.

Update: klassischer Vorführ-Effekt. WordPress macht im Moment ein paar Probleme mit den Permalinks. Daher funktioniert der Download-Bereich im Moment nicht. Ich melde mich demnächst…

Update, die 2.: ein paar Optionen geändert, funktioniert vorerst anscheinend. Die .htaccess macht anscheinend Probleme…

Update, die 3.: Die Downloads scheinen zu funktionieren. Im Moment arbeite ich noch daran, die Downloads in die Artikel einzubetten. Geht nämlich auch ;-)

Download: [download id="47" format="3"] [download id="48" format="3"]

Kurzmeldung: Firefox 3.6.11 / Thunderbird 3.1.5 + x64

Dienstag, 19. Oktober 2010

Mozilla hat heute neue Updates rausgebracht. Firefox ist in Version 3.6.11 erschienen, Thunderbird in Version 3.1.5. Beide Version sollen Sicherheits- und Stabilitätsprobleme lösen. Beide Versionen habe ich als x64-Version für Linux kompiliert.

Übrigens: mit Erscheinen von Firefox 4 werde ich die x64-Version einstellen (zumindest für Firefox). Die werden mittlerweile von Mozilla selbst kompiliert, aber eben erst für den 4er Branch. Wann es das für Thunderbird gibt, weiß ich nicht. Wobei Version4 beim Vogel wohl noch dauern kann…

Ubuntu 10.10 – Maverick Meerkat

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Am nächsten Sonntag, dem 10.10.10 kommt Ubuntu 10.10, Codename Maverick Meerkat raus. Normalerweise erscheinen neue Versionen am 24. eines Monats, aber dieses Mal wurde eine Ausnahme wegen des besonderen Datums gemacht. Das binäre 101010 ist übrigens dezimal 42

Ich weiß noch nicht, ob und wann ich Maverick installiere, mit Lucid hatte ich Probleme. Die Live-CD wollte nicht booten, ist immer abgeschmiert. Mal sehen…

Runterladen werde ich mir Maverick auf jeden Fall. Nicht, weil ich die Download-Server belasten will, im Gegenteil: Ich benutze BitTorrent! Damit unterstützt man das Netzwerk mit jedem Download, da man selbst den Download wieder verteilt, man spendet also seine Upload-Leitung. Da ich hier eine weitgehend ungenutzte DSL6000-Leitung haben, werde ich alle Torrents seeden. Ich möchte euch bitten: bitte benutzt ebenfalls BitTorrent. Ubuntu liefert standardmäßig den Client Transmission mit aus, obwohl es natülich viele verschiedene Torrent-Clients gibt. Die normalen Download-Server sind am Sonntag sowieso total überlastet, die Torrent-Server werden davon wahrscheinlich nicht betroffen sein. Und es geht meistens per Torrent auch noch schneller.

Das einzige Problem könnte sein: Wie komme ich an die entsprechende .torrent-Datei, wenn der Download-Server überlastet ist? Antwort: hier. Das ist der offizielle Ubuntu-Torrent-Server, der auf der Hauptseite alle verfügbaren Torrents samt passender .torrent-Datei anbietet. Im Moment sind dort natürlich noch keine Dateien für Maverick, die werden am Sonntag dort auftauchen. Sucht einfach nach ubuntu-10.10-desktop-i386.iso (Standard, 32-Bit) bzw. ubuntu-10.10-desktop-amd64.iso (64-Bit).

makeFirefoxProfile / makeChromeProfile

Freitag, 27. August 2010

Ich selbst habe zwar Chrome installiert (genauer: Chromium-daily), benutze es aber nur ab und zu um mal was zu testen. Firefox bliebt meine Nummer 1.

Horst hatte vor einiger Zeit ein Skript für Windows geschrieben, um Firefox mit einem temporären Profil zu starten. Didi bat mich, das ganze auf Linux zu portieren. Seit gestern bietet Horst ein ähnliches Skript für Chrome an, und Didi war natürlich an einer Linux-Version interessiert. Das ganze habe ich eben mal zusammengeschraubt.

Horst hatte mein Skript damals gehostet, da ich noch keine Homepage hatte. Daher werde ich hier beide Skripte nochmal vorstellen. Die Idee kam wie gesagt von Horst. Die Skripte ermöglichen es, Firfox bzw. Chrome mit einem temporären Profil zu starten. Das Profil ist clean, also wie nach einer Neuinstallation. Gut, um mal eben schnell eine Erweiterung zu testen.

Wird das Skript gestartet, fragt es, ob das Profil angelegt werden soll. Danach kann Firefox (bzw. Chrome) direkt gestartet werden. Es wird außerdem ein Starter auf dem Desktop abgelegt. Der Starter wird leider nicht problemlos erkannt, sondern als “nicht vertrauenswürdig” eingestuft. Beim Öffnen muss man daher noch einen Dialog bestätigen.

Wird das Skript erneut aufgerufen, bietet es an, den Starter und das temporäre Profil zu löschen.

Beide Skripte arbeiten mit der Bash, die auf den üblichen Linux-Systemen installiert sein sollte. Zusätzlich muss ein Paket für die graphische Oberfläche installiert sein. Das sollte eins der folgenden sein:

  • Für Gnome und Xfce: Zenity, enthalten im Paket zenity
  • Für KDE: KDialog, enthalten in kdebase-bin
  • Für andere Umgebungen: Xdialog, enthalten in xdialog

Beide Skripte haben im oberen Bereich ein konfigurierbaren Bereich.

firefoxpath/chromepath ist der Pfad zur ausführbaren Datei. Bei einem normal installierten Firefox/Chrome reicht hier der Name der Datei. Bei Chrome kann es Unterschiede geben, je nachdem welche Version man installiert hat und woher. Bei Chromium-daily lautet der Befehl chromium-browser, das müsst ihr im Terminal ausprobieren. Es könnte auch chrome, chromium, google-chrome oder ähnlich lauten.

options sind Startoptionen, die an die die Executable überreicht werden. Bei Firefox ist das standardmäßig -no-remote, dadurch kann der temporäre neben dem normalen Firefox laufen. Bei Chrome sorgt --no-default-browser-check dafür, dass er sich nicht als Standardbrowser registriert. Bei Firefox erfolgt das über eine anderen Weg.

profilepath legt den Ort fest, an dem das Profil liegt, normalerweise in /tmp.

Bei makeFirefoxProfile kann darunter außerdem noch ein Proxy eingestellt werden.

Da heruntergeladene Dateien normalerweise nicht ausgeführt werden können, muss das richtige Bit noch gesetzt werden. In Nautilus kann in den Dateieigenschaften unter “Zugriffsrechte” das Kästchen “Datei als Programm ausführen” angehakt werden. Im Terminal geht das Ganze via chmod u+x makeFirefoxProfile makeChromeProfile

Download: makeFirefoxProfile, makeChromeProfile