Aktueller Firefox für Ubuntu freigegeben

Freitag, 23. Juli 2010

Wie bereits angekündigt liefert Canonical seit heute den aktuellen Firefox über die Ubuntu-Paketquellen aus. Pakete mit Versionsnummern wie firefox-3.5 und dessen zusätzliche Pakete wie firefox-3.5-gnome-support werden umgestellt auf firefox bzw. firefox-gnome-support. Die Abhängigkeiten wurden so angegeben, dass automatisch die richtigen Pakete installiert werden. Die firefox-<Version>-* Pakete können danach deinstalliert werden.

Da Paket-Empfehlungen bei Neuinstallationen auch installiert werden, kann es sein, dass das ein oder andere manuell gelöschte Paket wieder installiert wird. Bei mir kam z.B. ubufox (Ubuntu Firefox Modifications) rein, der mir allerdings schon einige Probleme bereit  hat, weswegen er gerade wieder rausflog.

Ich werde allerdings weiterhin meinen eigenen Firefox benutzen, da es anscheinend (noch?) keine x64-Versionen von Canonical gibt. Ich lasse Firefox trotzdem über die Paketquellen installiert, weil apt/dpkg sonst davon ausgehen, es wäre keiner installiert. So stimmen aber die Abhängigkeiten.

Neuer Firefox für Ubuntu

Dienstag, 01. Juni 2010

Ubuntu setzt ja bekanntlich auf Stable Releases. Soll heißen, ein System wird vor der Veröffentlichung lange getestet, nach der Veröffentlichung kommen keine Updates für die verfügbaren Programme in die Paketquellen. Daher ist eine hohe Stabilität gewährleistet. Allerdings sind einige Leute immer wieder verwundert, dass z.B. neue Versionen des Firefox nicht automatisch installiert werden. Lediglich Sicherheitsupdates werden eingepflegt. Bei Firefox waren diese Sicherheitsupdates immer an der letzten Ziffer der Versionsnummer zu erkennen (Beispiel: 3.6.2 auf 3.6.3). Diese Updates sind sogenannte Minor-Updates, im Gegensatz zu Major-Updates (wie 2.0 auf 3.0 oder 3.5 auf 3.6), die auch neue Funktionen enthalten.

Eine andere Möglichkeit sind die sogenannten Rolling Releases wie z.B. bei Arch Linux. Es gibt nicht eine Paketquelle für jede Version, sondern eine für alle. Darin landen eben immer die neusten Versionen.

Ubuntu hat daher immer nur die Minor-Updates des Firefox in die Paketquellen eingefügt. Da manche Ubuntu-Versionen länger von Canonical unterstützt werden (soll heißen, es werden Sicherheitsupdates garantiert), als Mozilla die mitgelieferte Firefox-Version unterstützt, muss Canonical auch selbst mal Hand anlegen.

Jetzt kommt allerdings ein neues Problem: Mozilla ändert ihre Versionierungs-Strategie. Viele Leute würden gerne die Vorteile nutzen, die die neuen Version bietet, wollen aber nicht auf das nächste Major-Update warten, daher werden sehr oft auch Beta-, RC- oder gar Alpha-Versionen produktiv benutzt. Um dem entgegenzuwirken, werden künftig neue Features in Minor-Updates verfügbar sein. Der neue Firefox 3.6.4, der zurzeit entwickelt wird, enthält beispielsweise schon die Out-Of-Process-Plugins und optional Taps-On-Top.

Ubuntu will deshalb auch umsteigen und neue Firefox-Versionen in alten Releases verfügbar machen. Dann müssen allerdings einige Anpassungen an den Paketquellen gemacht werden, die im verlinkten Blog-Eintrag erläutert werden. Unter anderem sollen weniger System-Bibliotheken benutzt werden, sondern die der Mozilla-Entwickler. Möglicherweise bekommt Lucid schon neue Versionen in die Paketquellen.

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