Google Wave ist praktisch tot – jetzt auch offiziell

Donnerstag, 05. August 2010

Tja. Einige behaupten ja noch, dass Buzz tot sei, ist aber umstritten. Wave scheint allerdings im Sterben zu liegen. Eben bei Carsten Pötter gelesen: Der offizielle Google Blog meldet ein “Update on Google Wave”, dass allerdings wenig mit einem Update zu tun hat.

Auch Google hatte schon die eine oder andere Schlappe, Wave scheint die jüngste zu sein. Anfangs stark hochgepusht, extrem gefragt weil kaum verfügbar (Einladungen waren rar), später dann langsam die Ernüchterung. Google scheint das wenig zu stören, die machen weiter und meinen, sie hätten draus gelernt.

Irgendwie schade. Die Idee ist richtig gut, aber es hat sich nicht durchgesetzt. Ich denke, der Fehler lag eben darin, dass eben die Einladungen so stark begrenzt waren: Man fand wenig Leute, mit denen man Wave wirklich nutzen konnte. Wenn die Anmeldung leichter gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich öfters zur Zusammenarbeit genutzt.

Wave soll mindestens noch bis Ende des Jahres online bleiben, die Technologien, die in Wave stecken sind teilweise schon als Open Source veröffentlicht worden und sollen in andere Google Produkte einfließen (wahrscheinlich Docs und Buzz). Es soll wohl noch ein Tool geben, mit dem man seine Daten aus Wave sichern kann.

Dieser Misserfolg war ja leider schon länger abzusehen, auch als Buzz veröffentlicht wurde. Deshalb sind einige ja immer noch der Meinung, Buzz wäre schon tot geboren worden. Buzz ist aber noch quicklebendig, es gibt z.B. den Buzz-Montag, an dem jemand fragt, ob Buzz schon tot ist ;-)

Update: Im GoogleWatchBlog gibts ‘ne kurze Zeitleiste.

WebM: neuer Video-Codec von Google für alle

Mittwoch, 19. Mai 2010

Was alle gehofft haben, ist passiert: Google hatte damals ja On2 und damit VP8 gekauft. Befürworter des OpenWeb hofften, dass Google den Codec als offenen Standard veröffentlicht, um einen guten, lizenzfreien Komprimierungsalgorithmus verwenden zu können. Mit WebM hat Google das nun getan.

WebM ist ein neues Format, das auf dem Matroska-Container, dem Ogg-Codec und natürlich VP8 basiert. Mozilla hat bereits angekündigt, WebM in Firefox zu implementieren. Doch sie waren nicht die einzigen: Google wird das ganze natürlich in Chrome einbauen, Opera wird es unterstützen, und sogar Adobe will es in Flash unterstützen. Das heißt, dass außer dem IE und Safari alle relevanten Browser WebM implementieren werden. Das ganze wird in den Nightlies (Firefox), Labs (Opera) und Devs (Chrome) anscheinend bereits getestet.

Und die beste Nachricht von allen ist eigentlich: Google hat auch angekündigt, nach und nach alle Videos auf YouTube in WebM anzubieten! Viele haben (mit Recht) gesagt, dass solange die beiden größten Video-Portale YouTube und Vimeo an H.264 festhalten, wird sich OpenVideo nicht durchsetzen. Wenn YouTube WebM anbietet, ist ein großer Schritt getan. Das könnte echt was werden.

Blog in Google Buzz einbinden

Mittwoch, 19. Mai 2010

Nachdem mein Blog richtig stand und den ersten Artikel enthielt, habe ich mich damit beschäftigt, wie man ihn in Google Buzz einbindet. Auch, weil Didi mich danach gefragt hat, werde ich das ganze hier nochmal beschreiben, damit er nicht jeden neuen Post manuell in Buzz verlinken muss. Wenn ihr euren Blog verknüpft habt, werden eure Beiträge automatisch in Buzz gepostet.

Ein verlinkter Blog-Post in Buzz

Ein verlinkter Blog-Post in Buzz

Die Beschreibung habe ich ursprünglich hier gefunden.

Zunächst mal müsst ihr Google beweisen, dass das ganze euer Blog ist. Deswegen müsst ihr einen sichtbaren oder versteckten Link auf euer Profil einbauen. Besucht dazu euer Google-Profil und kopiert die Seitenadresse, darin sollte entweder euer Benutzername, oder eine lange ID-Nummer stehen.

Um den Link sichtbar zu platzieren, schreibt ihr folgenden Code in den sichtbaren Teil des Templates (<body>):

<a href="deine Profil-Adresse" rel="me">Beschriftungstext</a>

Um den Link nicht sichtbar zu platzieren, schreibt ihr folgenden Code in den Kopfbereich des Templates (<head>):

<link rel="me" type="text/html" href="deine Profil-Adresse" rel="me" />

Jetzt müsst ihr umgekehrt von eurem Profil zu eurem Blog verlinken. Geht dazu auf diese Seite und fügt unter Links euren Blog hinzu. Anschließend müsst ihr den neuen Eintrag unter Meine Links bearbeiten und Dies ist eine Profilseite über mich ankreuzen. Anschließend noch alle Änderungen speichern.

Als nächstes muss euer Blog neu indiziert werden. Besucht dazu diese Appspot-Seite (ihr müsst euch mit eurem Google-Account anmelden) und klickt in der Zeile mit eurem Blog auf Recrawl. Google hat euren Blog jetzt korrekt erkannt.

Zu guter Letzt öffnet ihr Buzz und fügt unter verknüpfte Websites (über dem Eingabefeld) euren Blog hinzu.

Ich habe festgestellt, dass neue Posts sehr schnell bei Buzz landen, obwohl dieser Blog ja erst einen Tag existiert. Könnte vielleicht an den Buzz-Widgets liegen.