Ubuntu 11.04 (aka Natty Narwhal)

Montag, 11. Juli 2011

Am Wochenende hab ich endlich Natty installiert. Das Karmic, das ich vorher drauf hatte, war ja seit April offiziell veraltet.

Ich hab noch nicht alles eingerichtet, wie ich es haben will, das wird wohl auch noch ein wenig dauern. Aber eins habe ich direkt gemerkt: Mein System ist wesentlich schneller. Fährt schneller hoch, Programme öffnen schneller. Vielleicht, weil ich noch nicht alles installiert und vollgemüllt habe. Also vorsichtig sein.

Die größte Änderung ist wohl Unity. Ich habe mich noch nicht ganz dran gewöhnt, aber ich denke, das wird klappen. Es mag noch ein paar Nachteile haben, aber ich sehe auch die Vorteile.

Die wichtigsten Dinge, die ich bis jetzt geändert habe:

  • Den Shortcut für den Launcher habe ich von <Super> (aka Windows-Taste) auf <Control><Super> geändert. Ich habe einige Programme und Compiz-Funktionen mit <Super> verknüpft, die würde Unity sonst blockieren.
  • Ich habe die Compiz-Fusion-Extra-Plugins installiert. Da sind einige für mich sehr wichtige dabei, z.B. Maximumize.
  • Statt der Desktop-Wand habe ich wieder auf den Würfel umgeschaltet. Ein bisschen Eye-Candy muss sein.
  • Das o.g. Maximumize hat Probleme mit den unsichtbaren Fenster-Rändern. Die habe ich daher abgeschaltet.

Zum letzten Punkt: bei den Themes Radiance und Ambiance gibt es links, rechts und unten ja nur einen 1-Pixel-Rand. Um Fenster trotzdem leicht resizen zu können, gibt es neben dem Griff in der rechten, unteren Ecke unsichtbare Ränder außerhalb des sichtbare Rands, an denen das Fenster gezogen werden kann. Maximumize kommt damit aber nicht zurecht. Da ich sowieso oft mit <Super>+Mittlerer Taste vergrößere, brauch ich die Ränder nicht.

Deaktiveren kann man die Ränder nur, indem man die Themes bearbeitet. Die Themes liegen unter /usr/share/themes/. Im Unterordner metacity-1 des jeweiligen Theme-Ordners liegt eine Datei namens metacity-theme-1.xml. Diese muss mit Root-Rechten bearbeitet werden, z.B. im Terminal mit sudoedit Dateiname. In dieser XML-Datei gibt es mehrere Stellen, die so oder so ähnlich aussehen: <padding left="2" right="2" bottom="2"/>, sprich alle <padding>-Tags. Diese Tags müssen mit <!-- und --> auskommentiert werden. Aus

	<padding left="2" right="2" bottom="2"/>

wird also

	<!--<padding left="2" right="2" bottom="2"/>-->

Damit die Änderung nach dem Speichern übernommen wird, muss in den Erscheinungsbild-Einstellungen kurz ein anderes Theme ausgewählt werden. Beim Zurückschalten werden die Ränder entfernt.

Firefox unter Linux installieren

Samstag, 11. Juni 2011

Software unter Linux zu installieren ist so eine Sache. Wenn es die Software in der Paketverwaltung gibt, ist es natürlich extrem einfach. Wenn nicht, fängt man an zu suchen.

Bei Ubuntu kann man vielleicht noch ein PPA finden, das ist nur minimal schwieriger als die direkte Installation.

Vielleicht bietet der Hersteller auch fertige Pakete an, die sich auch in der Paketverwaltung installieren lassen. Man muss natürlich das richtige Paket benutzen. Bei Debian-basierten Distributionen (wie z.B. Ubuntu) braucht man ein Paket im DEB-Format, alternativ gibts für RPM-basierte Paketverwaltungen auch das RPM-Format.

Findet sich auch kein Paket, ist vielleicht wenigstens ein vorkompiliertes Archiv verfügbar, meistens als tar.gz oder tar.bz2. Dieses muss dann an eine bestimmte Stelle entpackt werden. Das ist zwar nicht mehr so einfach, aber funktioniert mit praktisch allen Distributionen.

Als letzte Möglichkeit bleibt dann noch der Quellcode. Das ist aber ein Kapitel Buch für sich. Auch das funktioniert mit allen Distributionen, von Benutzerfreundlichkeit kann hier natürlich nicht mehr die Rede sein.

Auf Bitten von Björn möchte ich hier speziell auf Firefox eingehen, wobei das Verfahren auf ähnliche Softwarepakete übertragbar ist, vor allem natürlich auf Thunderbird, da es aus dem gleichen Haus stammt. Firefox gibt es eigentlich in allen Paketquellen, und es gibt auch verschiedene PPAs für spezielle Versionen. Wer trotzdem eine andere Version benutzen möchte, findet meistens nur eine Archivdatei.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Installation für das ganze System
  2. Installation im Home-Ordner, aber ins System integriert
  3. Persönliche Installation

Vor- und Nachteile

Bei der Installation für das ganze System ist Firefox fast genauso installiert wie in der Paketverwaltung, der Firefox ist also gut ins System integriert. Alle Benutzer können ihn starten, allerdings funktioniert der eingebauter Updater nicht, weil der Programmordner für Benutzer schreibgeschützt ist.

Die Installation im Home-Ordner ist nur für Einzelbenutzer geeignet. Ich handhabe es auch so. Der Programmordner liegt dabei in eurem persönlichen Ordner, der Firefox ist aber ins System integriert. Vorteil: der Updater funktioniert wieder. Nachteil: Der Firefox läuft nur noch für den Benutzer, in dessen Home-Ordner er liegt.

Zuletzt gibts es noch die persönliche Installation. Der Programmordner liegt im persönlichen Ordner und ist nicht ins System integriert. Das ist empfehlenswert, wenn ein einzelner Benutzer eine andere Version benutzen möchte oder man nur schnell was testen will. Für letzteres eignet sich natürlich eine portable Version eher.

Abstecher: Portable Firefox

Firefox gibts es für Windows ja von diversen inoffiziellen Quellen auch als portable Version. Man findet aber ab und zu auch portable Linux-Versionen, allerdings sind diese nicht ganz so portable, denn meistens wird trotzdem der normale Profilordner benutzt. Da man aber auch selten mal einen anderen Linux-PC antrifft, werden Portable Versionen sowieso eher zum Testen von neuen Versionen benutzt. Wer trotzdem einen echten Portable Firefox sucht, kann ja mal meine Version ausprobieren.

Die folgenden Schritten beziehen sich immer auf eine (mehr oder weniger) feste Installation, es wird also immer das Standardprofil benutzt.

Allgemeines

Als erstes braucht man ein Download-Archiv. Ob jetzt Firefox oder Thunderbird, ob stabile Version oder aus den Entwickler-Kanälen, ist egal. Hauptsache, man hat ein tar.gz oder tar.bz2. Auch braucht man ein Terminal. Das ist irgendwo im Programmmenü oder -starter zu finden.

Ich gehe mal davon aus, dass die heruntergeladene Datei im Ordner /home/benutzername/ liegt und firefox-4.0.1.tar.bz2 heißt. Der Benutzername und der Dateiname muss als entsprechend angepasst werden.

Installation für das ganze System

Im folgenden werden einige Befehle mit sudo benutzt, da wir Root-Rechte brauchen. Bei der ersten Eingabe wird nach deinem Benutzerpasswort gefragt.

sudo mkdir -p /opt
cd /opt
sudo tar xvf /home/benutzername/firefox-4.0.1.tar.bz2
sudo ln -s /opt/firefox/firefox /usr/local/bin/firefox

Damit wäre Firefox installiert. Den Firefox aus der Paketverwaltung am besten trotzdem installiert lassen, da sich die beiden nicht behindern und ansonsten die Paketverwaltung stolpern könnte bei Programmen, die Firefox als Abhängigkeit brauchen.

Firefox ist jetzt under /opt/ installiert. Dieser Ordner ist für Programme reserviert, die nicht aus der Paketverwaltung stammen. Es wurde aber ein Link unter /usr/local/bin angelegt, damit statt des Firefox aus der Paketverwaltung unser eigener gestartet wird.

Installation im Home-Ordner, aber ins System integriert

Das Verfahren ist ähnlich wie oben:

mkdir -p ~/Programme
cd ~/Programme
tar xvf /home/benutzername/firefox-4.0.1.tar.bz2
sudo ln -s /home/benutzername/Programme/firefox/firefox /usr/local/bin/firefox

Firefox ist jetzt im Ordner Programme im persönlichen Ordner installiert. Natürlich kann auch ein anderer Ordner benutzt werden. Wichtig ist, beim letzten Befehl den vollen Pfad anzugeben, also nicht etwas wie ../Programme/firefox/firefox, sonst funktioniert es wahrscheinlich nicht.

Auch hier gilt: Am besten die Version der Paketverwaltung installiert lassen.

Persönliche Installation

In den beiden oberen Fällen wurde der installierte Firefox praktisch ersetzt. Die letzte Möglichkeit ist eine parallele Installation. Dazu einfach das Archiv entpacken und in einen Ordner deiner Wahl entpacken, das geht auch ohne Terminal.

Allerdings musst du den Firefox jetzt natürlich auch starten können. Das geht entweder, in dem du die Datei firefox im Programmordner ausführst (nicht öffnen, sondern ausführen, falls eine Nachfrage vom Dateimanager kommt), oder indem du dir einen Starter anlegst. Lege eine neue, leere Datei an und speichere folgenden Inhalt:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=Mein eigener Firefox
GenericName=Web Browser
Exec=/home/benutzername/firefox/firefox %u
Terminal=false
Type=Application
Icon=firefox
Categories=Application;Internet;Network;WebBrowser;
MimeType=text/html;text/xml;application/xhtml+xml;application/xml;application/vnd.mozilla.xul+xml;application/rss+xml;application/rdf+xml;image/gif;image/jpeg;image/png;
StartupWMClass=Firefox
StartupNotify=true

Die Zeile mit Exec= muss natürlich angepasst werden. Bei Name= kann ein passender Namen angegeben werden, um diese Installation von der normalen Version unterscheiden zu können.
Anschließend änderst du die Dateiendung in .desktop (weil danach das Bearbeiten schwieriger wird) und verschiebst sie in den (versteckten) Ordner .local/share/applications in deinem Home-Ordner.

Firefox 3.6.14 & Thunderbird 3.1.8 + Linux-x64

Mittwoch, 02. März 2011

Es gibt mal wieder neue Updates von Mozilla. Firefox und Thunderbird erschienen in neuen Versionen.

Ich habe beide Versionen als Linux-x64-Version kompiliert.

[download id="57" format="3"] [download id="58" format="3"] [download id="55" format="3"] [download id="56" format="3"]

Firefox 3.6.13 & Thunderbird 3.1.7 + Linux-x64

Donnerstag, 09. Dezember 2010

Sorry, das hier im Moment wenig kommt, aber im Moment habe ich nicht allzu viel Zeit.

Mozilla hat heute mal wieder Updates für Firefox & Thunderbird rausgebracht. Beide schließen einige Sicherheitslücken sowie Stabilitätsprobleme. Thunderbird soll auch besser mit großen Mailbox-Dateien und IMAP-Verbindungen umgehen können.

Ich habe beide Versionen schon als Linux-x64-Version kompiliert.

[download id="51" format="3"] [download id="52" format="3"] [download id="53" format="3"] [download id="54" format="3"]

Ubuntu 10.10 – Maverick Meerkat

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Am nächsten Sonntag, dem 10.10.10 kommt Ubuntu 10.10, Codename Maverick Meerkat raus. Normalerweise erscheinen neue Versionen am 24. eines Monats, aber dieses Mal wurde eine Ausnahme wegen des besonderen Datums gemacht. Das binäre 101010 ist übrigens dezimal 42

Ich weiß noch nicht, ob und wann ich Maverick installiere, mit Lucid hatte ich Probleme. Die Live-CD wollte nicht booten, ist immer abgeschmiert. Mal sehen…

Runterladen werde ich mir Maverick auf jeden Fall. Nicht, weil ich die Download-Server belasten will, im Gegenteil: Ich benutze BitTorrent! Damit unterstützt man das Netzwerk mit jedem Download, da man selbst den Download wieder verteilt, man spendet also seine Upload-Leitung. Da ich hier eine weitgehend ungenutzte DSL6000-Leitung haben, werde ich alle Torrents seeden. Ich möchte euch bitten: bitte benutzt ebenfalls BitTorrent. Ubuntu liefert standardmäßig den Client Transmission mit aus, obwohl es natülich viele verschiedene Torrent-Clients gibt. Die normalen Download-Server sind am Sonntag sowieso total überlastet, die Torrent-Server werden davon wahrscheinlich nicht betroffen sein. Und es geht meistens per Torrent auch noch schneller.

Das einzige Problem könnte sein: Wie komme ich an die entsprechende .torrent-Datei, wenn der Download-Server überlastet ist? Antwort: hier. Das ist der offizielle Ubuntu-Torrent-Server, der auf der Hauptseite alle verfügbaren Torrents samt passender .torrent-Datei anbietet. Im Moment sind dort natürlich noch keine Dateien für Maverick, die werden am Sonntag dort auftauchen. Sucht einfach nach ubuntu-10.10-desktop-i386.iso (Standard, 32-Bit) bzw. ubuntu-10.10-desktop-amd64.iso (64-Bit).

Aktueller Firefox für Ubuntu freigegeben

Freitag, 23. Juli 2010

Wie bereits angekündigt liefert Canonical seit heute den aktuellen Firefox über die Ubuntu-Paketquellen aus. Pakete mit Versionsnummern wie firefox-3.5 und dessen zusätzliche Pakete wie firefox-3.5-gnome-support werden umgestellt auf firefox bzw. firefox-gnome-support. Die Abhängigkeiten wurden so angegeben, dass automatisch die richtigen Pakete installiert werden. Die firefox-<Version>-* Pakete können danach deinstalliert werden.

Da Paket-Empfehlungen bei Neuinstallationen auch installiert werden, kann es sein, dass das ein oder andere manuell gelöschte Paket wieder installiert wird. Bei mir kam z.B. ubufox (Ubuntu Firefox Modifications) rein, der mir allerdings schon einige Probleme bereit  hat, weswegen er gerade wieder rausflog.

Ich werde allerdings weiterhin meinen eigenen Firefox benutzen, da es anscheinend (noch?) keine x64-Versionen von Canonical gibt. Ich lasse Firefox trotzdem über die Paketquellen installiert, weil apt/dpkg sonst davon ausgehen, es wäre keiner installiert. So stimmen aber die Abhängigkeiten.

Soundsysteme unter Linux

Donnerstag, 08. Juli 2010

In einem meiner Posts zu PulseAudio gab es in Buzz eine kleine Beschwerde, zur Funktionsweise von ALSA. Daher hier eine kleine, wenn auch etwas späte Erläuterung zur Funktionsweise von Soundsystemen unter Linux. Kleiner Hinweis vorab: Ich bin auch keine Experte auf diesem Gebiet, sondern hab mir meine Infos zusammengesucht, Fehler bitte ich daher zu entschuldigen und mit einem Kommentar aufzuzeigen.

Soundsysteme

Unter Linux gibt es nicht das Soundsystem, es stehen mehrere zur Auswahl. Ich denke, der Markt ist mit diesen hier ziemlich gut abgedeckt:

  • ALSA (Advanced Linux Sound Architecture)
  • PulseAudio
  • ESD (Enlightened Sound Daemon)
  • OSS (Open Sound System)
  • JACK (JACK Audio Connection Kit)

Dazu muss man auch sagen, dass oft mehrere kombiniert werden, da nicht alle vollständige Soundsysteme sind. Einige enthalten keine Treiber, andere sind reine Software-Mixer, die auf andere Systeme aufbauen. Mehr dazu weiter unten.

Mixing

Unter Mixing versteht man Zusammenmischen mehrere Sound-Signale (beispielsweise von Totem und Rhythmbox) zu einem Signal. Dabei gibt es Hardware- und Software-Mixing.

Beim Hardware-Mixing können alle Streams direkt auf die Soundkarte gelegt werden, diese übernimmt dann das Mischen. Das können allerdings nur die wenigsten, höherwertigen Soundkarten. Daher kommt meist Software-Mixing zum Einsatz.

Beim Software-Mixing muss ein Soundserver vorhanden sein, der alle Streams entgegen nimmt, auf dem Prozessor mischt und den gemischten Stream an die Soundkarte weiterleitet. Zu erwähnen ist, das Software-Mixing natürlich zu Lasten der Performance geht. Bei neueren Rechnern macht das nicht viel aus, aber auf älteren Rechner fällt deshalb PulseAudio oft aus.

Wird ein Soundsystem ohne Soundserver benutzt, gibt die Anwendung ihren Stream direkt auf der Soundkarte wieder. Nachteil: Es kann immer nur eine Anwendung gleichzeitig Sound ausgeben.

Treiber

Eine Herausforderung für ein Soundsystem ist es, möglichst viele der auf dem Markt existierenden Soundkarten ansprechen zu können. ALSA ist ein altes, aber keineswegs veraltetes Projekt, das diese Aufgabe ganz gut geschafft hat. Die ALSA-Treiber sind auch Bestandteil des Kernels. Lange Zeit wurde OSS als Treiber-System benutzt, es soll auch einige Geräte besser unterstützen als ALSA. Normalerweise wird jedoch ALSA benutzt.

Routing

Unter Routing versteht man den Weg eines Signals von der Anwendung bis zur Soundkarte. Den kürzesten Weg erhält man bei ALSA ohne Soundserver:

Anwendung–>ALSA-Treiber–>Soundkarte

Allerdings hat man dazu das genannte Problem, dass nur eine Anwendung etwas abspielen kann. ALSA kann auch als Soundserver benutzt werden, dann sieht das Routing so aus:

Anwendung–>AlSA-Mixer–>ALSA-Treiber–>Soundkarte

Wenn das Mixen mit PulseAudio geschehen soll, sieht das Routing so aus:

Anwendung–>AlSA–>PulseAudio–>ALSA-Treiber–>Soundkarte

ALSA benutzt dabei PulseAudio als Mixer, PulseAudio wiederum nutzt die große Treiberpalette von ALSA. Mittlerweile unterstützen viele Anwendungen PulseAudio auch nativ, dann wird etwas kürzer geroutet:

Anwendung–>PulseAudio–>ALSA-Treiber–>Soundkarte

PulseAudio

PulseAudio hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst alle Soundsysteme kombinieren zu können. PulseAudio ist stark modularisiert, viele Bestandteile werden also erst dann geladen, wenn sie auch gebraucht werden. In der Wikipedia gibt es eine recht komplexes Bild, das den Aufbau von PulseAudio aber ganz gut zeigt.

PulseAudio unterstützt auf der Software-Seite verschiedene Protokolle, so dass Anwendungen eine große Auswahl an Systemen haben, die alle an PulseAudio weitergeleitet werden. Optimal ist es natürlich, wenn die Anwendung kompatibel ist und direkt mit PulseAudio kommuniziert.

Auf der Ausgabeseite können sowohl ALSA- als auch OSS-Treiber benutzt werden. Üblicherweise kommt aber ALSA zum Einsatz. PulseAudio ist aber auch netzwerkfähig, kann also z.B. eine Soundkarte eines anderen Rechners als Ausgabe benutzen, wenn darauf ebenfalls PulseAudio läuft. Oder es wird als RTP-Server benutzt, der sein Signal ans Netzwerk verteilt. So können mehrere RTP-Geräte im Netzwerk das Signal abspielen.

In der Mitte steht der Core, der alle Streams zusammen mischt. Ein Vorteil von PulseAudio ist, das jeder Stream separat in der Lautstärke geändert werden kann, als jede Anwendung, jede Soundkarte, jeder Netzwerk-Stream, auch die virtuellen Geräte (siehe unten). Außerdem kann für jeden Stream eingestellt werden, auf welchem Ausgabegerät er abgespielt werden soll. PulseAudio mischt dann die richtigen Streams zusammen und spielt sie auf den entsprechenden Geräten ab. Da dies aber alles auf dem Prozessor geschieht, ist PulseAudio relativ rechenintensiv.

PulseAudio bietet auch einige Module, die virtuelle Geräte bereitstellen. Einfaches Beispiel ist das Gerät zur simultanen Ausgabe, welches ich bereits erwähnte. Das tut nichts anderes, als alle Streams, die auf ihm abgespielt werden, an alle verfügbaren Ausgabegeräte zu schicken. Ein Anderes Beispiel ist der Equalizer, welche ein virtuelles Ausgabegerät erstellt, es mit einem virtuellen Stream verknüpft, und dazwischen über ein LADSPA-Modul den Equalizer schaltet.

Funktionsweise des Equalizers

Funktionsweise des Equalizers

JACK

JACK ist für professionelle Tonstudios gedacht, laut ubuntuusers-Wiki sollte man es nicht benutzen, wenn man es nicht wirklich braucht. Ähnlich wie PulseAudio erlaubt es das genau regeln von Streams und Ausgabegeräten, aber da ich es nicht wirklich brauche, habe ich es mir auch nicht weiter angesehen ;-)

Portable Firefox für Linux

Samstag, 03. Juli 2010

Didi bat mich ja um einen portable Firefox für Linux. Heute hab ich ich das ganze mal umgesetzt.

Als echter portabler Fuchs ist das ganze natürlich weniger geeignet, wann hat man denn schon mal das Glück, seinen Stick in einen fremden Rechner stecken zu dürfen, auf dem Linux läuft? Aber zum Testen sollte das ganze natürlich geeignet sein, da hier Programm- und Profilverzeichnis in einem Ordner liegen. Natürlich kann man sagen, dass jede Firefox-/Thunderbird-Installation, die nicht aus den Paketquellen kommt, prinzipiell portable ist, aber mein Skript kapselt auch noch das Profil ab.

Ich hoffe, dass das ganze läuft, ich bin wäre an Testberichten interessiert. Das ganze liegt in meinem GoogleDocs-Account Download-Bereich. Ich hab das ganze einmal fertig mit Firefox 3.6.6 ausgeliefert (ca. 10 MB), einmal “nackt” (<1kB), also nur der Starter und… tada! ein Updater. [UPDATE]Da ich mittlerweile auf einen eigenen Download-Bereich umgestiegen bin, habe ich die volle Version gestrichen. Die Lite-Version holt sich beim ersten Starten automatisch die neuste Version aus dem Netz.[/UPDATE]

Funktionsweise: es gibt zwei wichtige Ordner: firefox ist der Programmordner, profile ist der Profilordner. Wenn der Profilordner nicht vorhanden ist, wird er automatisch angelegt. Wenn der Programmordner nicht existiert, wird der Updater ausgeführt, der lädt dann automatisch die aktuelle Version runter.

Hinweis: der Updater überpüft nicht, ob es ein Update gibt, sondern lädt immer die aktuelleste Version runter, egal welche bereits vorhanden ist.

Es lässt sich natürlich jeder Version von Firefox nutzen, egal ob Stable, Nightly, Beta, Developer Preview, etc. Muss halt nur im Ordner firefox liegen. Vorsicht: der Updater lädt immer die aktuelle stabile Version herunter, also auch nur dann benutzen! Wenn ihr eine andere Version benutzt, könnt ihr den Updater von Firefox nehmen.

Die beiden Skripte müssen natürlich Ausführrechte haben, die können eventuell entfernt werden, wenn das ganze auf ein FAT- oder NTFS-Laufwerk geschoben wird. Die Rechte können in Nautilus in den Dateieigenschaften geändert werden, in der Konsole mittels

chmod u+x dateiname

Thunderbird 3.1 released + x64-Version für Linux

Donnerstag, 24. Juni 2010

Das ging aber schnell. Vor knapp einer Woche wurde noch 3.0.5 veröffentlicht, und jetzt ist schon 3.1 draußen. Mittlerweile wurden auch die Seiten auf Mozilla Messaging angepasst, die Release Notes sind auch schon online. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Die Suche soll wesentlich schneller sein und bietet bei der Eingabe Vorschläge aus dem Adressbuch an
  • Die Ordneransicht bietet eine Schnellfilterleiste (Suche nach ungelesenen/markierten/gekennzeichneten Nachrichten)
  • Der Migrationsassistent für Tb2-Nutzer wurde verbessert (schon etwas seltsam, das wäre für 3.0 wichtiger gewesen)
  • Die Konten-Einrichtungs-Funktion wurde um viele neue Mail-Anbieter erweitert. Damit reicht es meistens aus, nur die E-Mail und das Passwort anzugeben, Thunderbird sucht die Einstellungen (Mailserver, etc.) automatisch.
  • sonstige Verbesserung in Sachen Sicherheit und Sicherheit

Caschy hat schon die portable Version, und auch ich ziehe mit x64-Version für Linux nach, wie immer zu haben in meinem GoogleDocs-Account.

Thunderbird 3.1 Linux x64 mit Schnellfilterleiste

Firefox 3.6.4 released + x64-Version für Linux

Dienstag, 22. Juni 2010

Mozilla hat ja in letzter Zeit einige Release-Termine verlegt, u.a. Firefox 3.6.4. Heute ist er offiziell erschienen, wie Caschy mal wieder als einer der ersten berichtet. Die portable Version für Windows hat er auch schon bereit.

Mit dieser Version führt Mozilla auch eine neue Update-Politik ein. Bisher hatten die Minor-Updates ja nur Sicherheitslücken geschlossen, ab jetzt sind auch neue Funktionen drin. Bei Ubuntu wurde deswegen ja bereits ebenfalls die Update-Strategie, zumindest was Firefox betrifft, angepasst. Eine entscheidende Neuerung dieser Version sind die (standardmäßig aktivierten) Out-Of-Process-Plugins (OOPP), Plugins wie Flash werden also in eigenen Prozessen ausgeführt. Sollten sie abstürzen, läuft Firefox weiter.

Stürzt ein Plugin wie Flash ab, läuft Firefox weiter

Ich habe wieder eine Version für Linux-x64-Systeme kompiliert, zu haben in meinem GoogleDocs-Account.